Einleitung
Die Küstenstadt Port Elizabeth wird von den einheimischen auch liebevoll «the windy town» genannt und steckt voller Kultur und Geschichte. Sie liegt am Ende der berühmten Garden Route an der Sunshine Coast, welche ihren Namen aufgrund der höchsten Anzahl Sonnenstunden pro Jahr in ganz Südafrika erhielt. Die Küstenlinie zeichnet sich durch kilometerlangen feinen Sandstrand mit riesigen Sanddünen, den warmen Indischen Ozean und den zahlreichen Fluss-Meeresarmen aus.
Port Elizabeth gilt als eine der freundlichsten und sichersten Städte Südafrikas. Nebst der Fülle an Wassersportaktivitäten schätzen Touristen die Vielzahl an möglichen Tagesausflügen, Halbtagestrips und mehrtägigen Touren in alle Richtungen.
Attraktionen
Port Elizabeth ist weniger aufgrund ihrer Sehenswürdigkeiten, sondern vielmehr aufgrund der zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten bekannt. Trotzdem lohnt es sich, einige Tage in der Stadt zu verweilen und beispielsweise das Fort Frederick, den Gedenkpark Donkin Reserve mit der Steinpyramide und dem Leuchtturm, das Nelson Mandela Metropolitan Art Museum und das South African Air Force Museum zu besuchen. Ausserdem sind in der ganzen Stadt zahlreiche geschichtsträchtige Denkmäler verteilt: Beispielsweise das Prince Alfred’s Guard Memorial, Piet Retief, Horse Memorial, Prestor John Memorial oder The Cenotaph.
Sport & Aktivitäten
Für gemütliche Stunden empfiehlt sich ein Ausflug an die Flaniermeile «The Boardwalk». Nebst zahlreichen Geschäften, Cafés, Restaurants und einem Park befindet sich hier auch ein grosses Casino für aufregende Spielabende. Ebenfalls einen Besuch wert ist das South African Marine Rehabilitation and Education Centre, kurz SAMREC, welches als Schutzstation für Pinguine und Wasservögel errichtet wurde.
Auch Fussballbegeisterte kommen in Port Elizabeth auf ihre Kosten: Anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wurde das Nelson Mandela Bay Stadium gebaut, welches Platz für 46’000 Zuschauer bietet und regelmässig spannende Fussballspiele austrägt.
Von Schnorcheln, Tauchen, Wellenreiten, Wind- und Kitesurfen bis hin zu Segel- und Bootstouren: Port Elizabeth ist bekannt für seine zahlreichen Wassersportaktivitäten. Unmittelbar in Stadtnähe befinden sich ausserdem einige schöne Strände, insbesondere Humewood und Summerstrand. Der Ortsteil Summerstrand ist zusätzlich eine gute Anlaufstelle für Restaurants, Cafés, Bars und Clubs.
Umgebung
In der näheren Umgebung von Port Elizabeth gibt es endlos viel zu entdecken und zu erleben. Wenn Sie einen Sozialeinsatz bei United Through Sport absolvieren, werden Sie an den Wochenenden die Möglichkeit haben, an verschiedenen Ausflügen teilzunehmen und die Region zu erkunden.
Besonders zu empfehlen ist ein Besuch im Addos Elephant Park oder dem Shamwari Game Reserve, wo Sie Wildtiere hautnah in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können. Neben dem Shamwari ermöglicht South Africa Stay in dieser Region auch im Kariega Game Reserve sowie Amakhala Tierprojekteinsätze an. Baviaans ist eine wunderschöne Berglandschaft, deren Besichtigung aber nur mit einem Buggy oder 4×4-Fahrzeug möglich ist. Um die gemütliche Surf-Kultur zu erleben, empfiehlt sich ein Ausflug nach Jeffreys Bay, dem berühmtesten Surf-Spot Südafrikas. Weiter gibt es in der Region zahlreiche Mountainbike- und Wanderrouten und Angebote für Ausritte am Strand. Auf keinen Fall fehlen darf ein Ausflug an die weltbekannte Garden Route. An dieser Route durch den Tsitsikamma Nationalpark liegen malerische Buchen, einsame Strände, zahlreiche Lagunen, hohe Kliffen und im Hinterland befinden sich die Überreste des südafrikanischen Regenwaldes.
Geschichte
Bereits 1488 erreichte Barolomeu Diaz mit seinem Schiff als erster Europäer die Algoa Bay in Port Elizabeth. Er benutzte die Bucht vor allem als Ankerplatz, um Proviant und Trinkwasser nachzuladen. In den folgenden Jahrhunderten war die Bucht vor allem von Portugiesen und anderen europäischen Seefahrern besetzt.
Von der eigentlichen Gründung Port Elizabeth’s spricht man aber erst im Jahr 1799, als die Briten mit dem Bau von Fort Frederick begannen und so einen wichtigen, britischen Stützpunkt errichteten. Das Fort ist das älteste, noch erhaltene Steingebäude der östlichen Kapregion und ausserdem das älteste britische Bauwerk in Afrika südlich der Sahara. Das feindliche Frankreich spielte damals mit dem Gedanken, die Rebellen im Gebiet von Graaff-Reinet zu unterstützen. Mit dem Fort wollten die Briten eine allfällige französische Invasion verhindern, es kam aber nie zu einem entsprechenden Angriff.
Die erste Siedlung entstand in Port Elizabeth erst im Jahre 1820, als tausende britische Emigranten an der Algoa Bay einfuhren. Der damalige Kap-Gouverneur Sir Rufane Donkin benannte die Siedlung daraufhin nach seiner zwei Jahre zuvor verstorbenen Frau Elizabeth. Zu Ehren seiner Frau liess der Gouverneur im Donkin Reserve, einem Gedenkpark, eine Steinpyramide errichten. An die ersten Siedler erinnert der 1923 erbaute Gedenkturm «Campanile» am Hafen.
Die neue Siedlung wuchs mit Ankunft weiterer Briten rasant und wurde schnell zu einem bedeutenden Handelsplatz im Ost-Kap. Wichtige Rollen in Port Elizabeth spielten seit jeher auch Rohstoffe wie Diamanten oder Gold. Heute ist die Stadt einer der wichtigsten Industriestandorte von Südafrika und produziert viele Exportgüter für den Fahrzeugbau oder die Möbel- und Textilfabriken.